Beeindruckendes Projekt in Eslarn

Veröffentlicht am 22.09.2008 in Bildung

SPD-Delegation mit Landtagskandidatin Annette Karl an der Spitze informiert sich über grenzüberschreitende Schulpolitik.

Eslarn. (gz) Eine internationale Schule mit dreisprachigem Unterricht zwischen der tschechischen Partnerschule Zakladni Skola Bela nad Radbuzou und der bayerischen Schule in Eslarn wäre ein Novum in der Oberpfalz. Der Europaabgeordneten Wolfgang Kreissl-Dörfler (SPD) weilte auf Einladung der Landtagskandidatin Annette Karl zum Thema Schulpolitik im Markt und war von den bilateralen Aktivitäten der ehemaligen Hauptschule in Eslarn beeindruckt.
Die SPD-Delegation zeigte sich vom Rückblick des Projektleiters Konrektor Josef Rauch angetan und wertete die seit 18 Jahren bestehende schulische Völkerverbindung als anerkennenswertes Projekt. Der Eslarner Bürgermeister Reiner Gäbl begrüßte die SPD-Delegation. "Wir haben unsere Schule mit 2,25 Millionen Euro saniert, beste Voraussetzungen für die Lehrer und Schüler geschaffen und trotz reichlicher Argumente wurde die Hauptschule durch die bayerische Schulpolitik in die Nachbargemeinde verlagert."
Im Anschluss wies der Gründer des Schulprojekts Josef Rauch auf die Grundziele der Partnerschaft zwischen den beiden Schulen in Eslarn und Bela hin. "Mit dem Projekt sollten die gegenseitigen Vorurteile abgebaut und die geschichtliche Aufarbeitung zwischen den beiden Nachbarstaaten, das Hineinwachsen in eine dreisprachige Schule und der Qualifizierende Abschluss tschechischer Hauptschüler in Eslarn erreicht werden."
Die Eslarner Markträte ergänzten, dass alle zwei Wochen noch Aktionen laufen, aber bei weitem nicht mehr so intensiv wie in Eslarn. Als Gründe hierfür wurden die weitere Entfernung und das fehlende Interesse vieler Schüler und Eltern angeführt.
So ein beeindruckendes Projekt habe Vorzeigecharakter und dürfe nach einhelliger Meinung der SPD-Politiker nicht sterben. "Das primäre Ziel in der Region sollte das Zusammenwachsen ohne Grenzen sein, und dies hat die tschechische und bayerische Schule in Eslarn und Bela seit Grenzöffnung 1990 lebhaft praktiziert" stellte Europakandidat Ismail Ertug aus Amberg auch als stellvertretender SPD-Vorsitzender der Oberpfalz fest.
Nach Meinung der Landtagskandidatin Annette Karl sollte man aus den Rahmenbedingungen ein gemeinsames Konzept entwickeln.
veröffentlicht auf oberpfalznetz.de 22.9.08

 

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