Genossen schicken Annette Karl ins Rennen

Veröffentlicht am 07.04.2008 in Wahlen

Neustädter SPD-Kreisvorsitzende für den Landtag und Bürgermeister Werner Windisch für Bezirkstag nominiert

Die "Boom-Region der SPD in der Oberpfalz" will ihren "Lauf" in weitere Mandate ummünzen. "Fast einstimmig" (92 Ja-, zwei Nein-Stimmen) nominierten die Genossen des Stadtverbandes Weiden und des Kreisverbandes Neustadt Annette Karl als Landtagskandidatin. Werner Windisch (91 Ja, zwei Nein) geht erneut ins Rennen für den Bezirkstag.

"Nur der guten Ordnung halber" fragte Landtagsabgeordneter Werner Schieder, der am Samstag die zweieinhalbstündige Nominierungskonferenz leitete, ob es weitere Vorschläge für die Kandidatur gebe. Gab es natürlich nicht. Klar war auch, dass sich Hildegard Burger (drei Gegenstimmen) über die Liste um einen Sitz im Landtag sowie der "Shooting-Star der Stadtratswahlen" (von Platz 22 auf fünf vorgewählt), Dr. Matthias Löw (eine Gegenstimme, zwei Enthaltungen), um ein Listenmandat für den Bezirkstag bewerben.

Genossen vereint

Den engen Schulterschluss demonstrierten die beiden SPD-Verbände bei ihrem jeweils einstimmigen Votum für die vier Vorschläge. "Kirchturmpolitik ist bei uns schon lange vorbei", unterstrich OB Kurt Seggewiß den Gleichklang von Stadt und Land.

Annette Karl, die 48-jährige vierfache Mutter, studierte in Berlin Mathematik und Betriebswirtschaft. Mit dem Achtungserfolg aus der Landratswahl ausgestattet, zeigte sie bei ihrer Bewerberrede Zähne, geizte nicht mit Seitenhieben: Während die CSU noch streite, wer als Landtagskandidat antreten solle, lege die SPD bereits in großer Geschlossenheit ihr Angebot vor - "inhaltliche und personell". "Ich freue mich schon auf eine sachorientierte Auseinandersetzung, mit wem auch immer."

Nahtlos fügt sich Karls Wahlkampfprogramm in den Slogan der Landes SPD "Bayern, aber gerechter" ein. Sie nahm sich Zeit, die "Sünden" der CSU-geführten Staatsregierung (von Transrapid, Schul-, Sozial- und Wirtschaftspolitik bis zum Skandal um die Bayern-LB) aufzulisten. Die Stolpersteine für eine gerechte und gleichmäßige Entwicklung aller Regionen gründe in der verfehlten, "verqueren" Politik in München. Dem CSU-Stimmkreis-Abgeordneten attestierte sie, dass er sich zwar in der Heimat lautstark äußere, auf der Fahrt nach München aber ganz offensichtlich seine Stimme verliere.

Die absolute Mehrheit der CSU im Landtag müsse gebrochen werden. Die Landespolitik brauche verstärkt sozialdemokratische Inhalte. Für die Menschen wolle sie vor allem für soziale Gerechtigkeit kämpfen.

Unbekanntes Wesen Bezirkstag

Der Bezirkstag sei für viele ein unbekanntes Wesen, bekannte der erneut für die SPD kandidierende Bezirksrat Werner Windisch (54). Trotz ihres Etats von 235 Millionen Euro (113 Millionen finanzieren die Landkreise und kreisfreien Städte über die Bezirksumlage) werde die Einrichtung unterschätzt.
"Wir lagen das Geld gut an", betonte Werner Windisch, der mit über 64% als Bürgermeister in Weiherhammer bestätigt worden war. 92 Prozent des Verwaltungshaushaltes des Bezirks fließen in die soziale Sicherung der
Bürger. Hinzu kommen die Bezirkskrankenhäuser, die Fachschulen, das "Sybillenbad" sowie die Kultur- und Heimatpflege (Denkmalschutz), Sport- und Jugendförderung. Winisch betonte, er wolle die noch bestehenden Probleme, unter anderem den Tarifwirrwarr bei den 1806 Beschäftigten, beheben helfen.

aus oberpfalznetz.de

 

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